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Schnuppe
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Beitrag von Schnuppe » Do Mär 20, 2008 7:14 pm

Problem bleibt Problem, ob nun für sich alleine oder mit dem Partner, aber wenn ich ein Problem teilen kann, dann ist es nur noch halb so schlimm und man fühlt sich damit nicht mehr alleine ( gelassen ) Und jeder Mann kann darauf basieren, wenn die Frau ihm helfen möchte und ihn unterstützt. Ich sehe ja bei mir, wie es mit der Beziehung langsam den Bach runter geht, nur weil mein Freund zu viel Stolz hat sich damit auseinander zu setzten...
Manchmal denke ich, dass mich das Thema weit mehr fertig macht als ihn...
Viele die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es Ihnen geben ? Dann sei auch mit einem Todesurteil nicht so rasch bei der Hand. J.R.R Tolkien
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Käthe
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Beitrag von Käthe » Do Mär 20, 2008 7:23 pm

Du sprichst mir aus der Seele. Wir machen das in etwa gleich lang mit, wenn ich dich richtig verstanden hab. Mich belastet das mit jedem Tag mehr und ER scheint gar nicht zu sehen, dass er uns konsequent gegen die Wand fahren lässt.

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Beitrag von Schnuppe » Fr Mär 21, 2008 2:14 am

Ich habe ihm heute gesagt, dass mich das alles sehr belastet und ich mich von ihm alleine gelassen fühle und, wenn es so weiter geht wie jetzt, ich keine reale Chance mehr für die Beziehung sehe, auch wenn ich ihn lieben würde. Ich sagte ihm, dass ich nicht mehr nur an ihn denken kann, sonder auch an mich denken muss.
Seine Antworten hörten sich zwar ehrlich an, aber wie ich in der Vergangenheit von ihm gelernt habe sagt er oft Dinge, die ich einfach hören möchte damit er für eine Weile seine Ruhe hat. Er hat heute gemeint, dass er weiß, er wäre zu passiv und das dies nicht gerde förderlich wäre, auch nicht, dass er darüber nicht so gut reden könne wie ich und ihn das selber belastet.
Ich sagte ihm, dass er eben so sei, wie er sei und wenn er es nicht für mich oder die Beziehung tun möchte, dann für sich. Seine Antwort : Wenn dann für uns und die Beziehung...
Ich muss abwarten.. wenn sich wirklich an seinem Verhalten nichts ändern wird, dann werde ich die Beziehung beenden, so weh es mir tun wird
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Beitrag von Käthe » Fr Mär 21, 2008 6:55 am

Ohje, das klingt hart. Die Konsequenz, das zu tun, fehlt mir. Und ich wünsche auch dir, dass du sie letztlich nicht wirklich an den Tag legen musst. Vielleicht hat er es ja verstanden?
Ich drücke alle Daumen, dass er draus lernt und anfängt, mitzuarbeiten.

Meiner führt indessen artig seine Psychoanalyse fort und wenn ich darauf zu sprechen komme, dass ich mir das so nicht vorgestellt hab, weil die Probleme, die sich aus der Ve ergeben haben, deutlich gewichtiger und belastender sind, als die Ve selbst und ich die jetzt nicht 300 Sitzungen lang "zur Wiedervorlage" abheften und ignorieren kann, dann antwortet er nur patzig, ich wisse doch gar nicht, was ich eigentlich therapiert haben wolle und störe mich allein daran, dass ich nicht weiß, was da vonstatten geht.

Er sieht seinen Handlungsbedarf jetzt leider gedeckt.

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Beitrag von Schnuppe » Fr Mär 21, 2008 1:12 pm

Das wünsche ich mir auch...

Gibt es denn bei euch seit den Sitzungen Veränderungen hinsichtlich der Ve ?
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Beitrag von Käthe » Fr Mär 21, 2008 5:21 pm

Es waren erst vier. Veränderungen gibt es keine (und unter 80-100 Sitzungen erwarte ich auch wenig von dieser Methode). Neulich hat er mir an den Kopf geknallt, dass sie wenig zum eigentlichen Thema kommen, weil er hauptsächlich drüber erzählt, dass wir drüber streiten und wie sehr ich ihm im Weg stehe.

Undank ist der Welten Lohn...

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Beitrag von Schnuppe » Sa Mär 22, 2008 1:13 am

Das ist doch irgendwie der "hammer" Also entschuldige, aber irgendwie lebt ihr doch zusammen und da ist es doch normal, dass man seine Freundin in dieses miteinbezieht....vor allem, wie sollst du ihm denn im wege stehen ? menno.. das ist doch wirklich unfair !!!
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Beitrag von Käthe » Sa Mär 22, 2008 7:11 am

Na, weil ich doch so ungeheuer dreist behaupte, wir hätten ein dickes Problem mit unserer Kommunikation und mich immer so anstelle, was ja bloß ist, weil ich nicht kontrollieren kann, was da läuft.

Erstaunlich. Wenn er mir das an den Kopf knallt, schluck ich das immer wortlos. Wenn ich's hier aufschreibe, würd ich am liebsten kotzen!

Sascha-S
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Beitrag von Sascha-S » Sa Mär 22, 2008 12:30 pm

Hey,
wenn ihr auch nur halbwegs wissen würdet, wie sich ein Mann in so einer Situation fühlt, würdet ihr so Beiträge wohl kaum schreiben. Ich wüsste nicht, in welche Situation eine Frau kommen könnte, die damit vergleichbar ist. Nichtmal annähernd.
also meine Freundin hat zwei ungleiche Brüste und ich kann mir ihren Beschreibungen nach zu urteilen sehr gut vorstellen dass sie sich in einigen Situationen damit genauso beschissen fühlt wie ich nachm Sex mit meinem Problem. Ok, sie wird das ändern lassen können und will es auch im kommenden Herbst machen lassen, aber trotzdem lebt sie mit ihrem Problem schon ein paar Jährchen länger als ich mit meinem und meins ist für mich dann "nur" ein paar Stunden lang ein ätzendes Gefühl, für sie ist es aber dauerhaft.

@Käthe u. Schnuppe: Was habt ihr denn für Männer? Also wenn ich mal so werden sollte, dann hoffe ich dass irgendjemand da ist der mir mal gehörig einen Satz heiße Ohren verpasst damit ich mal aufwache. Das hört sich fast so an als wenn bei euch nur noch eine Paar-Therapie was bringen kann damit ihr erstmal ordentlich kommunizieren könnt. Also da wäre ich an eurer Stelle ja eh schon so frustriert dass ich gar keinen Sex mehr haben wollen würde.

Käthe
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Beitrag von Käthe » Sa Mär 22, 2008 7:44 pm

Vielen Dank für diesen fürchterlich konstruktiven Beitrag. Lass deinen eigenen Frust doch bitte wo anders aus und nicht a) an uns und b) im Frauenforum.
Nichts für ungut.

Angel
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Beitrag von Angel » Sa Mär 22, 2008 7:44 pm

ich hab ja auch eher ein exemplar zu hause, mit dem schwer über VE und die folgen davon zu reden ist.

wir haben monatelang geredet, dann gestritten und schliesslich stand ernsthaft die trennung im raum. ich kenne alle die klischeehaften aussagen :roll: , die ihr schon geschrieben habt, die (für mich) seltsam anmutenden antworten, das schweigen - in jeder phase eine andere reaktion.

irgendwann vor noch nicht so langer zeit - nach so einem typischen 'na dann such dir halt nen besseren'-streit ist es uns erstmals gelungen, konstruktiv drüber zu reden.

bloss der himmel weiss warum dieses thema so schwierig ist - wir kennen uns ja schon jahre und haben verdammt noch mal schon unangenehmere situationen meistern müssen....

Sascha-S
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Beitrag von Sascha-S » Di Mär 25, 2008 12:57 pm

Vielen Dank für diesen fürchterlich konstruktiven Beitrag. Lass deinen eigenen Frust doch bitte wo anders aus und nicht a) an uns und b) im Frauenforum.
Nichts für ungut.
Welchen Frust? Was hast du denn für ein Problem? Da hast du wohl irgendwas falsch verstanden. Lies nochmal genau nach und denk nochmal drüber nach. Denn das letzte was ich hier will, ist meinen Frust an irgendjemandem auszulassen. Aber vielen Dank für's Gespräch.

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Elli
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Beitrag von Elli » Do Apr 03, 2008 10:45 am

oh, die "wenn dir das nicht passt, dann musst du halt gehen" - Karte hat meiner früher auch gerne gespielt, wenn unsere Diskussionen so eingfahren waren und er Verletzungen bzw nicht-weiter-wissen hätte zugeben müssen. Ich habe dann den Spieß mal umgedreht, Wohnungsanzeigen und IKEA-Kataloge liegen lassen und ihm irgendwann mal in einer recht ruhigen Minute eine Liste gezeigt, was ich alles zu erledigen, bedenken und besorgen hätte, wenn ich jetzt gehe. Denn er hatte mir ja schließlich oft genug gesagt, wenn es mir nicht passt, muss ich eben gehen. Nun, sein Verhalten passte mir nicht, also bereitete ich das gehen vor. Logische Konsequenz. Und - oh Wunder: sooooo hatte er das ja nu auch nicht gemeint und wir konnten endlich mal reden!!!! Das war bei uns der Schlüssel, wo es bei uns endlich mal wieder zu konstruktiven Gesprächen kam.
Vielleicht zur "Stärkung" oder Beruhigung für dich, Käthe: Menschen, die eine Therapie anfangen und erst recht eine Analyse, reagieren oft sehr seltsam auf ihre Umwelt. Ein bisschen wie bei homöopathischen Medikamenten: es kommt oft am Anfang erstmal zu einer Verschlechterung der Symptome. Für den Partner ist das oft frustrierend und verletzend, denn der Patient kann oft mit all den Gefühlen, die durch die ersten Sitzungen wachgerüttelt werden, nicht umgehen und trägt diese mit nach hause. Allerdings weiß ich wirklich nicht so ganz, was hier eine Psychoanalyse bringen soll^^ Vielleicht noch ein Tipp (gut gemeint, nicht böse sein!!) Greife niemals, NIEMALS seinen Therapeuten an ("was erzählt er dir denn für einen Quatsch!?"). Der Therapeut ist für ihn unantastbar, im Zweifel wird er im Streit eher den Therapeuten verteidigen als dir zuzustimmen. Im Grunde bräuchten Partner von Menschen, die gerade eine Therapie machen ebenfalls eine, um die Therapie des Partners verkraften zu können :roll:

ach, und liebe Männer: seht ihr hier irgendwen lachen????? Was ist so ungeheuer witzig daran, nicht mit dem Mann, den man liebt, befriedigenden Sex haben zu können. Sex - das, was eigentlich jeder Depp kann, das was alle ständig und überall tun. Nur man selber eben nicht - nämlich aus dem Grund, weil der Mensch, mit dem man es gern tun möchte, sich sperrt und einfach nicht zuhören will - aus Stolz, aus verletzter Eitelkeit, aus missverstandenem Männlichkeitswahn oder dem "ich bin ein Kerl, ich bin für meine Probleme selbst verantwortlich" - Syndrom heraus! Und über dieses Verhalten hinaus bröckeln auch die anderen Bereiche der Beziehung, denn sie bedingen einander! Natürlich sind diese Gedanken unfair, nicht rational und so weiter und wir würden sie auch niemals aussprechen. Und genau das ist das Problem: wir sprechen sie niemals aus. Aber denken sie uns, wenn wir nachts frustriert im Bett liegen. Und ich persönlich habe bei diesen Gedanken eines noch nie gemacht: gelacht.

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Beitrag von Käthe » Do Apr 03, 2008 11:02 am

Wie richtig du damit doch liegst, Elli!
Wenn mir bei diesem Thema nach einem wirklich nicht zumute ist, dann zum Lachen.

Dass ich selbst eine Therapie bräuchte, da bin ich mir fast sicher. Ich lerne hoffentlich gerade, damit umzugehen. Aber es ist nicht einfach, zumal man nicht weiß, wie lang man sich gedulden muss.

Mein Liebster ist leider sehr stur und dafür umso unfähiger, Gefühle auszudrücken und wenn ich also damit ankäme, dass ich ausziehe und gehe, dann würde er höchstens dabei helfen, meine Sachen zu packen und sagen "Das wirst du dir schon gut überlegt haben und es tut mir leid, dass ich unfähig war, dir zu geben, was du wolltest". Daran, dann noch was zu ändern, dächte er vielleicht gar nicht. Also ist mir die Geschichte zu heikel und ich lass es sein...

Aber danke für die aufmunternden Worte und die Zustimmung ;)

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Beitrag von Käthe » Fr Mai 09, 2008 11:27 am

Ich hab's jetzt satt!
(Naja... mal wieder...)

Ich hab vorhin einen ganzen Stapel Bücher zum Thema bestellt und die wird er lesen - und wenn ich dafür mit der Peitsche hinter ihm stehen muss!

So wortlos wie bisher geht das jedenfalls nicht weiter, ich ertrag das nicht mehr auf unbestimmte Zeit. Wenn er bloß wüsste, was er mir und der Beziehung damit antut :(

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