Am Ende mit den Nerven, aber voller Willenskraft

... hier gibt es alles zum thema vorzeitige-ejakulation

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Nevergiveup
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Am Ende mit den Nerven, aber voller Willenskraft

Beitrag von Nevergiveup » Mo Okt 13, 2014 7:19 pm

Guten Abend zusammen,

ich weiß garnicht wie ich anfangen soll, deswegen kurz zu meiner Person.

Ich bin 29 Jahre alt und erfreue mich bester Gesundheit. Ich bin sportlich, lebensfroh, selbstbewusst, recht eitel und bin stets darauf bedacht alles richtig zu machen, auch wenn ich weiß, dass dies nicht immer funktioniert.

In meinem Leben habe ich erst 2 feste Beziehungen geführt, die 2. führe ich aktuell seit 7 Monaten und bin sehr glücklich und fühle mich richtig gut, weil eben alles stimmt. Bis auf die Kleinigkeit, die mich letzten Endes auf diese Seite geführt hat. Meine erste richtige Beziehung begann mit 16 Jahren und war eine richtige Jugendliebe. Diese hielt 5,5 Jahre, danach nur kurze Bekanntschaften, weil ich große Verlustängste hatte bzw. Angst hatte wieder verlassen zu werden, so habe ich mich dann nie richtig fallen lassen können.

In meiner aktuellen Beziehung ist mir das nun allerdings gelungen. Ich liebe meine Freundin über alles und, so wünsche ich es mir, würde am liebsten den Rest meines Lebens mit ihr verbringen.

Wenn da nicht wieder diese nervige und mich niederringende Kleinigkeit wäre, die mein Selbstbewusstsein zerstört und meine persönliche Entwicklung und Entfaltung in meiner Beziehung hemmen würde.

Auf den Punkt gebracht: ejakulatio praecox. Nach eigener Selbsteinschätzung würde ich mich zu dem Typus 1 zählen, der mit diesem Defekt seit den ersten Tagen in Zweisamkeit zu kämpfen hat.

Ich habe mich wirklich eingehend mit diesem Thema beschäftigt und auch mit meiner Freundin offen darüber gesprochen. Sie stellt wirklich eine große Hilfe dar, weil sie mich nicht unter Druck setzt und an mich bzw. uns glaubt.

Ich denke leider etwas differenziert über dieses Thema. Ich sah bzw. sehe es nicht so locker. Ich sehe dies absolut nicht als normal an oder kann es als Defekt, mit dem ich ein Leben lang leben muss, akzeptieren. Bei dem Gedanken daran, dass mich dieses Leiden ein Leben lang begleiten könnte, lässt mich wirklich sauer werden und ich will mich damit einfach nicht anfreunden, weil ich wirklich glaube, dass man das Ganze durch Übung, Interesse am Defekt selbst, Aufklärung und weitere sexuelle Erfahrung in den Griff bekommen kann.

Vor 1 Woche bin ich beim Urologen gewesen. Nicht mit der Hoffnung, dass er mir helfen könne, nein, ich wollte einfach keinen Versuch unversucht lassen.
Der Besuch hatte keine neuen Erkenntnisse gebracht. Ganz im Gegenteil - ich war enttäuscht und sogar etwas erzürnt. Weshalb? Der Arzt hat mir in einem seiner ersten Sätze gesagt, dass mich das ein Leben lang begleiten wird. Das will ich nicht hören und kann es einfach nicht akzeptieren, zumal ich glaube, dass der Mensch alles erlernen kann. Ich glaube wirklich, dass der Wunderapparat Mensch sich sämtliche Fähigkeiten antrainieren kann und vieles erlernen kann (Wille — Weg / Glaube — Berge). Diese Philosophie vertrete ich.

Ich habe bis dato gefühlt alle Internetseiten bzgl. dieses Themas gelesen. Vieles mit Aha-Effekt gelesen, vieles mit Unglaube abgetan.
In meinen Augen ist die Start-Stopp-Übung am plausibelsten. Allerdings weiß ich nicht, ob ich diese korrekt durchführe und ob ich diese lange genug mache, um Erfolge erwarten zu können. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit übe ich seit ca. 2 Monaten ohne großartige Erfolge. Je nach Erregungsgrad halte ich manchmal nur vielleicht 1 Minute mit bzw. in meiner Freundin aus. Die 2. Runde, die es auch schon mal gab, ist dann z.B. schon besser. Es gab auch schon die Male, bei denen ich ohne Probleme performen konnte, so als gäbe es dieses Problem garnicht. Diese Male sind allerdings an den Fingern abzuzählen. Das Gefühl nach diesen Malen - überrragend und toll. Aber leider sollten wieder die kurzen Nummern folgen, die einen dann wieder massiv runterziehen und das Interesse am Sex selbst nicht gerade steigern, eher das Gegenteil bewirken. Man möchte sich quasi diese Schmach ersparen und möchte diese Situationen nicht mehr erleben. Auch habe ich das Gefühl, dass meine Partnerin die Zeit der Intimität nicht richtig genießen kann, weil ich danach immer geknickt bin bzw. in mich gekehrt bin. Danach gehen dann die Gespräche los: “was ist los mit dir? Stimmt was nicht? Sprich mit mir!“ Ich bin in diesen Momenten einfach an meinem persönlichen Tiefpunkt angelangt und habe keine Lust mehr auf diese Sch****. Ich würde am liebsten alles hinschmeißen und hinter mir lassen.

Ich habe größte Angst, dass meine Freundin auch das Interesse am Sex verlieren könnte, weil es eben so läuft wie es läuft inkl. der nervigen (ich selbst empfinde diese als nervig!) Gespräche danach. Ich habe Angst, dass ich sie eines Tages deshalb verlieren könnte.

Dennoch: Ich gebe nicht auf. Ich habe dem Urologen gesagt, dass wir uns wiedersehen werden und ich ihm dann berichte, dass ich es geschafft habe und ich nun Sex haben kann wie ich Bock habe und mich diese Sch**** nicht mehr verfolgt und auch nicht wiederkommen wird. Das ist mein größtes Ziel. Das würde mich so unglaublich happy machen.

Das Buch habe ich bereits bestellt. Müsste morgen ankommen und bin echt gespannt und bin wirklich positiv gestimmt.

Ich möchte zum Schluss nicht unerwähnt lassen, dass ich wirklich nicht naiv bin der Eindruck könnte entstanden sein, weil ich dem Arzt z.B. keinen Glauben geschenkt habe. Aber ich bin nunmal der festen Überzeug, dass der Mensch lernfähig ist und gewisse Anomalien korrigiert werden können. Schmerzempfinden z.B. kann durch Training ausgeschaltet werden. Und genauso behaupte ich, dass man das sexuelle Empfinden, sowie die Erregbarkeit und den damit zusammenhängenden Orgasmus bzw. die Ejakulation ebenso steuern kann. Die Ejakulation kann meinetwegen ein Reflex sein, aber bis dieser Reflex ausgelöst wird, kann man(n) mmn einiges Steuern.

Ich werde das Buch aufsaugen, meine Start-Stop-Training fortführen und darüber hinaus mit PC-Muskeltraining beginnen, sowie weiterhin mit meiner Freundin schlafen, weil Übung ja bekanntlich den Meister macht.

Über Meinungen, Anregungen und Tipps freue ich mich.

Nevergiveup
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Beitrag von Nevergiveup » Di Okt 14, 2014 7:49 am

Der PC Muskel ist für mein Empfinden ein nicht zu verachtender Teilnehmer am Geschehen. Ist dieser schön entspannt (beispielsweise nach vorherigem Anspannen) zirkuliert das Blut nicht mehr so stark, das Empfinden wird schwächer und der Drang zu kommen wird schwächer bzw. entsteht nicht.

Weitere Erkenntisse folgen. Weiterhin voller Willenskraft!

Nevergiveup
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Beitrag von Nevergiveup » Di Okt 14, 2014 8:03 am

Faust nach oben Jungs, es ist machbar! Der Wille versetzt Berge! Denkt an Shaolinmönche, die es durch mentales! Training geschafft haben, ihre Schmerzgrenzen gänzlich zu überwinden.

Ich werde zwar in Sachen Sex nicht zum Mönch :) ganz im Gegenteil! aber ich werde die Mönchskräfte in mir wecken!

Muhammad Ali Faust nach oben. Wir packen das!!!!

achwas
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Beitrag von achwas » Do Okt 16, 2014 6:02 pm

Probier doch mal die im Buch beschriebene Zeitlupentechnik - das wäre dann ne etwas entspanntere Variante. Kannste je nach Vermögen auch mit dem PC-Muskel oder Start/Stopp kombinieren

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