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Bericht Carla
Erfolgsbericht

 

 

Geschrieben von Carla am 30.Oktober 2003

Hallo Jungs und Mädels

Mein Mann und ich haben es geschafft!

Mein Mann gehörte auch zu den Männern, die viel zu früh kamen. Manchmal ging es bei ihm schon los, wenn er mit seiner Penisspitze bloß meine Schamlippen berührte. Doch das gehört nun der Vergangenheit an.

Als wir einmal nach einer solchen misslungenen Übung ungezwungen anfingen darüber zu sprechen, kamen wir auf folgende Probleme, an denen wir beide beteiligt waren: Ich einerseits bin eine Frau, die relativ schwer erregbar ist - ich werde auch kaum feucht - und er andererseits ist ein Mann, der sehr leicht erregbar ist.

Wenn wir miteinander Geschlechtsverkehr hatten, verlief das meist folgendermaßen: Mein Mann musste mich zuvor immer sehr lange und intensive küssen, streicheln und mir meine Schamlippen zusätzlich mit einer Gleitcreme massieren. Nur so wurde ich genug feucht und erregt, um in der kurzen Zeit, in der seine Erektion anhielt und er in mir drin war, auch zu einem Orgasmus zu kommen. Manchmal musste er, weil es nicht gereicht hatte, mich danach noch mit den Fingern weiter Massieren, um mich auch noch zum Höhepunkt zu bringen. Er sagte mir damals, das ihn genau dieses lange Vorspiel, indem vor allem er aktive war, einfach zu sehr erregte. Nur schon die Gefühle des intensiven nackten Körperkontakts, würden ihn auf 90% bringen. Um mich zu streicheln, meinen Busen zu küssen und mir zuletzt eben noch die Schamlippen zu massieren, musste er mit seinem Penis immer Distanz halten, um dabei nicht zu kommen.

Wir einigten uns, dass wir bis auf weiteres keinen Geschlechtsverkehr mehr miteinander haben werden, sondern uns nur noch abwechselnd gegenseitig oder selbst mit streicheln, küssen und massieren befriedigen würden. Wir wollten uns so sexuell besser kennen lernen und einander unsere Vorlieben, Reize und geheimen Wünsche offenbaren. Und dies taten wir dann auch, so oft wie möglich und so lange, bis wir mit uns zufrieden waren.

Ich lernte so meinen Höhepunkt extrem zu verlängern und nach Lust und Laune auch mehrmals zu kommen. Doch vor allem lernte ich meine Hemmungen mir und ihm gegenüber abzubauen, indem ich mich selber erforschte und mich nach über 30 Jahren das erste mal selber zum Orgasmus brachte oder ihm einfach dabei zusah, wie er onanierte. Es war unheimlich aufregend und auch anregend zugleich, ihm dabei zuzusehen, wie er sich mit Massageöl seine Schenkel, die Gegend rund um seinen Penis, seine Hoden und zuletzt sein erregtes Glied sanft streichelte und sich so zu einem langen Höhepunkt verhalf und schließlich ejakulierte. Ich kann nun auch viel besser loszulassen, genießen und sprichwörtlich abfahren, auch wenn ich es mir sogar selber mache. Ich nahm damals auch allen Mut zusammen und besorgte mir in einem Sex-Shop einen Vibrator für uns. Ich hatte wirklich eine riesige Abneigung gegenüber solchen Hilfsmitteln, doch nun habe ich das alles hinter mir gelassen und das Ding als große Bereicherung beim Sex schätzen gelernt.

Er dagegen lernte beim gegenseitigen Befriedigen seinen Orgasmus so lange wie möglich zurück zu halten und nicht gleich zu kommen, wenn ich ihm nach einem lange Vorspiel die Eichelspitze eincreme, seinen Penis dann durch meine Finger gleiten lasse und ihn mir dann einführe. Er hat nun auch seine Gefühle und seine Erregung besser in den Griff bekommen. Früher kam er - so sagte er - fast wie zu einem Orgasmus aber ohne zu ejakulieren, wenn er mir meine Schamlippen mit Gleitcreme massierte und danach mit den Fingern in mich eindrang, um mich weiter zu stimulieren. Sein Erektion ging nach einem solchen "quasi Orgasmus" sofort zurück, sein Penis wurde weich und sehr berührungsempfindlich, was ihn dann nur schon beim Versuch in mich einzudringen sofort zum ejakulieren brachte. Doch nun kann er mich sogar mit dem Vibrator nach belieben massieren, mit ihm in mich eindringen und mich so zu einem langen und ausgiebigen Orgasmus bringen, ohne dabei gleich selber zu kommen. Er mag es auch sehr, mir einfach dabei zusehen und mich im Arm zu halten, wenn ich mich selber genüsslich und ungezwungen befriedige ohne dass er dabei gleich den Drang verspürt, selber mit mir Geschlechtsverkehr zu haben.

Danach übten wir das Eindringen in den verschiedensten Stellungen und dies wiederum so oft es nur ging - ich glaube, wir haben es fast jeden Tag gemacht. Dies geschah so, dass ich mich selbst ein wenig mit Gleitcreme massierte und mich soweit erregte, damit ich mich nicht verkrampfte und sich meine Vagina weitete. Das ich nicht verkrampft bin ist sehr sehr wichtig, dass für ihn das Eindringen viel leichter und für mich absolut sanft und entspannt geschehen kann. Er sah mir dabei meistens nicht zu. Für ihn reichte es, mich Atmen zu hören und zu wissen, was ich tat, um sich so zu erregen, dass sein Glied genügend steif wurde. Nachdem wir uns auf eine Stellung geeinigt hatten, drang er völlig belanglos und ganz behutsam tief in mich ein und dann gleich wieder raus. Dies wiederholte er nun so lange, bis seine Erregung zu gross wurde und sein Glied so steif, dass in manchen Stellungen ein weiteres Eindringen gar nicht mehr möglich war. Dann brachen wir die Übung ab, um uns "abzukühlen" und schmusten noch so lange bis wir einschliefen oder fingen manchmal nach der Schmusepause wider von vorne an.

Es war für ihn enorm wichtig, dass er sich selbst noch ein wenig eincremte und ich mir ebenfalls selbst, soweit es die Stellung erlaubt, mit den Fingern die Schamlippen teilte und ihm so das Eindringen, so gut es ging, zu erleichtern. Je nach Stellung versuchte ich auch, mich vor dem Eindringen mit langsamen, lockeren Bewegungen des Beckens und des Bauches so weit wie möglich zu entspannen, damit sich meine Scheide verlängerte und ich ihm meine Vagina möglichst weit öffnen konnte. Ihm halfen diese Eindringübungen ohne Wiederstand von mir wirklich sehr, seine Gefühle noch mehr zu kontrollieren und die Angst vor der vorzeitigen Ejakulation zu verlieren. Gegen den Schluss konnte er sicher fast 10 Minuten lang rein und raus, höchstens unterbrochen durch einen kleinen Stellungswechsel. Ich musste mich manchmal recht zurückhalten, damit ich bei den Bewegungen nicht zu stark mit machte und mich weiterhin sehr passiv und entspannt hielt. Dies konnte ich durch ruhiges und tiefes ein und ausatmen gut kontrollieren. Ich wollte ihn ja nicht zum vorzeitigen Aus bringen.

Mich hat es am Anfang recht viel Überwindung gekostet, mich ihm einfach so zu präsentieren und hinzugeben. Ich kam mir vor wie seine Liebesdienerin oder Haremsdame bei der die Gefühle auf der Strecke bleiben müssen. Da lies ich mich also schon viel lieber von ihm mit dem Vibrator verwöhnen, was danach auf meine Bitte auch manchmal geschah. Auch die Hemmschwelle, das erste mal überhaupt und dann noch vor seinen Augen, zu Onanieren, war bedeutend tiefer. Doch im nachhinein muss ich gestehen, dass es mir sehr viel gebracht hat und ich heute sogar Spaß daran habe, zwischendurch eine kleine Nummer nach dem Ausziehen oder beim eincremen nach der Dusche zu genießen ohne dabei unbedingt einen Orgasmus zu haben. Ich kann mich nun auch in fast allen Stellungen sehr gut entspannen, was unheimlich wichtig ist und kann nun die Gefühle bereits beim ersten Eindringen so richtig genießen. Früher war das fast nicht möglich, weil ich mich zu fest verkrampfte und sein Glied meist gar nicht richtig steif war. Doch jetzt ist es so fantastisch, wenn er mit einem richtig erregierten Glied ruhig und tief in mich eindringen kann. Wir hatten es zuweilen auch sehr lustig, unter anderem auch, wenn sich meine entspannte Vagina mit Luft füllte und diese dann beim nächsten Eindringen geräuschvoll entwich. Es war mir am Anfang zwar recht peinlich, doch es zeigte mir, dass ich so richtig entspannt war.

Nach zwei Monaten intensivem Training - das weis ich wegen meinem Zyklus noch so genau - überraschte ich ihn, indem ich mich im Bad, ohne dass er es wusste, etwas intensiver erregt habe als sonst und ihn dann im Bett überfallen habe. "Wir können wieder - hast du Lust", fragte ich ihn und wir begannen wie gehabt. Nur dieses Mal lies ich nach etwa 5 Minuten nicht mehr locker und wollte ihn endlich ganz für mich haben. Ich begann allmählich mit meiner Scheidenmuskulatur zu spielen, sie an- und wieder zu entspannen. Er muss das gemerkt haben, denn sein Penis wurde merklich härter und ich drehte nun voll auf, so wie ich es beim gegenseitigen befriedigen gelernt hatte, und lies alles hemmungslos geschehen. Es war das größte sexuelle Erlebnis bis zu dieser Zeit.

Nun sind wir endlich ein gut eingespieltes und auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Liebespaar geworden. Und dies nach bald 10 Jahren. Wir genießen die neu erworbenen Fähigkeiten und das weite Spektrum, das die körperliche Liebe bereitstellt, ohne ins Perverse abzudriften. Wir kuscheln sehr viel, genießen die kleine Nummer ohne Orgasmus meinerseits genau so, wie die gegenseitige Befriedigung und den ultimativen Orgasmus wenn wir es gemeinsam miteinander machen.

Ich gestehe auch ein, dass ich mich, wenn er nicht da ist, noch ab und zu unter der Dusche selber befriedige. Dies tu ich meistens, wenn ich meine Periode habe und ich aus hygienischen Gründen auf Geschlechtsverkehr mit ihm verzichten möchte. Oder wenn ich wieder einmal für mich ganz alleine einen Orgasmus genießen möchte. Wie es bei ihm diesbezüglich ist, weis ich nicht und ich werde ihn auch nicht danach fragen.

Wer jetzt denkt, mein Mann sei durch diese Übungen der ultimative "Langsteher" geworden, täuscht sich gewaltig. Sicher können wir es jetzt länger, denn von null auf einige Minuten ist doch ein recht beachtlicher Erfolg. Wir machen es einfach anders als früher und umschiffen so unser Problem, das ich zu Beginn beschrieben habe. Hauptsache ist, das es am Schluss für uns beide stimmt. Denn ich bin auch keine andere Frau geworden, obwohl ich das Onanieren entdeckt habe. Ich bin keine die immer will und kann und auch immer kommt. Ich bin Gott sei dank immer noch die Gleiche geblieben, eine die halt viel Zeit und Zärtlichkeit braucht.

Wenn ich ihn heute zum Beispiel beim eincremen nach dem Duschen absichtlich anmache und ihn aufs schärfste verführe, ist noch alles beim Alten. Kaum hat er sich ausgezogen, mich beim eincremen abgelöst und an den entsprechenden Stellen - an meinen Brüsten, dem Po und an meiner Vulva - die Creme einmassiert und noch etwas auf seinen Penis gegeben, geht es bei ihm auch schon los. Und dies, ohne dass ich ihn überhaupt berührt habe. Ich brauche mich nur noch absichtlich etwas zu verengen, um ihm und auch mir andere Gefühle zu bereiten und die Erektionszeit wird noch weiter verkürzt. Und das ist auch gut so! Ich meine das soll sogar so sein. Es ist auch eine ganz andere Situation. Wir wollen ja nicht den ganzen Abend im Bad verbringen und uns wund stoßen.

Eine möglichst lange Zeit bis zur Ejakulation ist bei einer kleinen Nummer zwischendurch auch ganz klar nicht das Ziel. Es ist der Spaß, das Sieges- und Glücksgefühl ihn wieder einmal verführt zu haben, die bei mir zählen. Und bei ihm ist es vielleicht der Gedanke, mich wieder einmal so richtig durchgenommen zu haben - ich weis es nicht. Denn kuscheln, schmusen, einander vertrauensvoll hingeben ist eine andere Sache, die sicher nicht im Bad, unter der Dusche oder in der Badewanne stattfinden.

Ein Mann ist doch genetisch dazu veranlagt, sein Sperma möglichst schnell unter möglichst viele Frauen zu bringen und nicht möglichst lange dafür zu brauchen. Also sind doch die schnelleren Männer sicher die besseren und vor allem die Männlicheren! Stimmt doch - oder? Das möglichst lange Stehvermögen ist wohl eine Erfindung unserer Zeit und die der Pornoindustrie. Welcher Mann möchte schon einen Porno sehen, bei dem über eine Stunde lang geschmust, geküsst und gestreichelt wird und wo es erst am Schluss kurz etwas zu sehen gibt. Vielleicht würden wir Frauen einen solche Film eher mögen. Ich auf alle Fälle habe gar nichts dafür übrig.

Also liebe Männer (und Frauen), denk doch einmal darüber nach und macht euch nicht verrückt. Das Stehvermögen oder die Zeit bis zur Ejakulation ist doch nicht das Maß aller Dinge oder ein Maßstab der Männlichkeit. Und wenn schon, dann sicher im negativen Sinn; der Schnellere ist der Bessere. Versucht doch lieber das Problem gemeinsam zu erkenne und dann wie wir zu umschiffen. Genießt doch den Sex einmal auf möglichst viele Arten, kurz, lang, intensiv und dies so viel wie möglich. Unbedingt möglichst lange zu können und sich darauf zu fixieren bringt doch gar nichts. Ein lieber, verständnis- und gefühlsvoller Mann wie meiner, der auf mich eingeht, mich versteht und mich nicht nur körperlich liebt, ist für mich der wahrer Mann. Und eben weil er förmlich explodieren kann, wenn wir zur Sache kommen, ist er für mich der Mann schlechthin. Der Orgasmus zusammen, danach oder auch davor ist für mich nur das Tüpfelchen auf dem i.

Jetzt wünsche ich allen, die es uns nachmachen möchten, von Herzen alles Gute und vor allem das nötige Vertrauen zueinander, denn nur so kann man Sex richtig und hemmungslos genießen.

Carla


PS.: Ich hoffe dass noch mehrere ihre Erlebnisse und Erfahrungen hier publizieren und dies vor allem offen und ausführlich tun. Ich meinerseits habe an diesem Bericht mehr als einen Abend gebraucht, um die richtigen Formulierungen zu finden und auch nichts auszulassen. So typische Männerfragen wie; wie hart wird deiner und wie feucht wird deine, sind wohl berechtigte Fragen bringen aber keine Lösung. Ein offenes und ehrliches Gespräch mit dem Partner oder über diese Forum bringt weitaus mehr.